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Cottbus siegt, Hansa verliert - Aue nur noch «peinlich»

Cottbus siegt, Hansa verliert - Aue nur noch «peinlich»
Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz meldet sich mit Energie Cottbus im Aufstiegskampf zurück. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Cottbus meldet sich mit einem 3:0 auswärts zurück im Aufstiegskampf. Hansa erleidet Schiffbruch daheim. Erzgebirge Aue ist kaum noch zu retten. Für die sportliche Führung kam das Aus.

Leipzig (dpa) –

Cottbus zurück im Aufstiegskampf

Energie Cottbus schöpft neue Hoffnung im Rennen um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Nach zuvor drei sieglosen Spielen in der 3. Liga gewann das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz beim abstiegsbedrohten TSV Havelse mit 3:0 (2:0). Dabei wären sogar noch mehr Treffer möglich gewesen. «Es ist unglaublich, dass das Endergebnis nur 0:3 ist. Ich wusste: Wenn die Mannschaft bei sich bleibt und sich nicht mit anderen Themen beschäftigt, findet sie wieder in die Spur», sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz bei MagentaSport. Platz zwei ist damit wieder in Reichweite: «Am Ende wollen wir Zweiter sein. Das kann Woche für Woche wechseln. Wichtig ist, dass wir die letzten Spiele konstant machen. Die Mannschaft kann das. Wenn sie unbeirrt bleibt, ist sie in der Lage, das Ding nach Hause zu bringen.»

Axel Borgmann (20. Minute) und Tolcay Cigerci (23.) trafen noch vor der Pause für den Favoriten aus der Lausitz. Moritz Hannemann (57.) erhöhte in der zweiten Hälfte. Cottbus dominierte die Partie klar und hätte eigentlich mit einer deutlicheren Führung in die Kabine gehen müssen. Vor allem Borgmann und Erik Engelhardt ließen Großchancen liegen – auch, weil Norman Quindt im Tor der Gastgeber stark parierte. Havelse fand nach rund einer halben Stunde besser ins Spiel, scheiterte jedoch zweimal an Energie-Keeper Marius Funk. Dass Cottbus anschließend mehrere hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt ließ, fiel am Ende nicht entscheidend ins Gewicht. Wollitz tobte dennoch an der Seitenlinie. Immerhin warten nun nach dem Spiel gegen 1860 München richtungsweisende Duelle mit Spitzenreiter VfL Osnabrück und Mitkonkurrent Rot-Weiss Essen.

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Hansa erleidet daheim Schiffbruch

Der FC Hansa Rostock hat im Rennen um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der Drittligist verlor zu Hause gegen Viktoria Köln mit 2:3 (0:2). Leonhard Münst (29. Minute), David Otto (41.) und Yannick Tonye (54.) erzielten die Tore für die Gäste aus der Domstadt. Für die Hanseaten trafen David Hummel (81.) und Andreas Voglsammer (90.+4).

Das Team von Trainer Daniel Brinkmann, das zuvor fünf Spiele in Serie ungeschlagen gewesen war, leistete sich vor den Kölner Treffern eigene Fehler. Dem 0:1 ging ein Patzer im Spielaufbau voraus, beim 0:2 stimmte die Zuordnung im eigenen Strafraum nicht. Erst spät wurden die Gastgeber wacher und kamen unter anderem durch Adrien Lebeau (68.) zu guten Chancen. Die Treffer von Hummer und Voglsammer fielen zu spät, um das Spiel noch zu drehen. «Das Spiel darfst du niemals verlieren. Bei beiden Toren führen wir die Zweikämpfe, gewinnen sie aber nicht. Wir sind schon dran, müssen dann aber auch zupacken. Es ist superärgerlich, dass uns das nicht gelungen ist», sagte Trainer Brinkmann. Nun steht am Mittwoch das Spitzenspiel in Verl an: «Der Druck ist jetzt halt höher. Wir müssen schon fast in Verl gewinnen», sagte er.

Aue nur noch «peinlich» - Sportliche Führung weg

Erzgebirge Aue erlebte gegen die TSG Hoffenheim II ein 3:5 (1:4)-Heimdebakel. 24 Stunden später wurde Cheftrainer Christoph Dabrowski, der weiter sieglos blieb, freigestellt. Der am 1. Januar verpflichtete Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat hatte für die Verpflichtung des Coaches Anfang Februar die Verantwortung übernommen und legte am Ostersonntag wegen unterschiedlicher Auffassungen zur sportlichen Ausrichtung zeitgleich ebenfalls sein Amt nieder.

Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze und Enrico Kern übernehmen das Team vorerst. Für die Kaderplanung ist künftig der neue Chefscout Steffen Ziffert gemeinsam mit Sportvorstand Jens Haustein und Shubitidze zuständig.

Aues Doppeltorschütze Marcel Bär fand nach der Niederlage klare Worte: «Ich stehe hier gefühlt Woche für Woche und erzähle den gleichen Scheiß. Es ist peinlich, wenn die gegnerische Mannschaft Tore schießt und die eigenen Fans jubeln.» Dabrowski war sprachlos und sprach dem Team die Qualität ab: «Mir fehlen die Worte. Die erste Viertelstunde hat mit einer Berechtigung, Drittligafußball zu spielen, nichts zu tun.»

Die Siegchancen für Aue waren schon nach wenigen Minuten dahin: Deniz Zeitler (6. Minute), Luka Duric (11.) und Paul Hennrich (15.) machten den Hoffenheimer Blitzstart perfekt. Als wären die drei Gegentreffer nicht schon Strafe genug, sah Jamilu Collins (19.) nach einer Notbremse auch noch die Rote Karte. Einige Aue-Fans verließen bereits nach einer Viertelstunde das Stadion. Sie verpassten nicht nur den Doppelpack von Marcel Bär (40./56.) und den Treffer von Ricky Bornschein (85.), sondern auch die weiteren TSG-Tore durch Duric (29.) und Zeitler (51.).

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