Leipzig (dpa) -
Totenstille: Aue steigt nach 23 Jahren Profi-Fußball ab
Nach Abpfiff herrschte kurz Totenstille im Erzgebirgsstadion. Der Kumpelverein aus Aue ist nach 23 Jahren Profi-Fußball abgestiegen. Auch gegen den SV Wehen Wiesbaden gelang der erste Drittliga-Sieg 2026 nicht. Das 2:2 besiegelte den Abstieg. Und das ausgerechnet im Jahr des 80. Vereinsjubiläums. «Ich bin Realist und wusste, worauf ich mich einlasse. Trotzdem haben die Jungs Gas gegeben. Das macht Hoffnung für die Zukunft», sagte Interimstrainer Chwitscha Schubitidse bei MagentaSport und meinte zu seiner Zukunft: «Ich gehe davon, dass innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen alles zur Zukunft geklärt ist. Das ist mein Herzensverein! Wenn ich helfen kann, helfe ich gern!».
Laut Präsident Thomas Schlesinger ist eine Zukunft mit ihm «eine Option». Zudem habe man «mit allen Spielern gesprochen». Selbstkritisch meinte der Funktionär nach dem Abstieg: «Wir hatten uns als Vorstand weitestgehend aus dem Sport herausgehalten. Wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir nicht früher auf die Stimmen hörten, die meinten: Ein Vorstand muss wissen, was in der Kabine los ist. Wir hätten als Vorstand eher Tacheles reden müssen.» Durch das Remis bleibt Aue als einziges Team aller 54 deutschen Proficlubs 2026 ohne Sieg.