Mit einem Beitrag in den sozialen Medien über Fußball-Trainerin Marie-Louise Eta hat RB Leipzig vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin für Wirbel gesorgt. Auf einen Beitrag der Köpenicker, die Hinweise für den Stadionbesuch beim ungeliebten Konkurrenten mit den Worten «Also an Leipzig selbst liegt’s ja nicht - schon ne schöne Stadt ...» versehen hatten, reagierten die Sachsen mit Bildern, die Eta mit RB-Spielern und Ex-Trainer Marco Rose zeigten: «Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön …», hieß es über dem Beitrag auf X.
Im Rahmen ihrer Pro-Lizenz-Ausbildung hatte Eta Ende 2022 bei RB hospitiert und dem damaligen Trainer Rose über die Schulter geguckt. «Fünf Tage lang tauchte sie in den Trainingsalltag ein, verfolgte Abläufe aus nächster Nähe und tauschte sich unter anderem mit Dominik Szoboszlai und Emil Forsberg aus», heißt es auf der Homepage der Leipziger. Etas Mann Benjamin arbeitet als Trainer der Leipziger U20-Frauenmannschaft.
Sexistische Kommentare nach Etas Beförderung
Seit ihrer historischen Beförderung zur ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga wird Eta im Netz mit sexistischen Kommentaren konfrontiert. Union Berlins Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, hatte die Anfeindungen scharf kritisiert. Die 34-Jährige selbst erklärte: «Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird.»
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