Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der «Stadtbild»-Debatte einen falschen Fokus vorgeworfen. Das Problem sei nicht die Migration, sagte Neubauer der «Freien Presse». «Das Problem heißt Männer. Es ist wichtig, dass wir diese Debatte führen.» Es mache müde, von einem Kanzler regiert zu werden, «der regelmäßig im Vorbeigehen ganze Bevölkerungsgruppen vor den Kopf stößt».
Merz hatte die sogenannte «Stadtbild»-Debatte mit einer Äußerung zur Migrationspolitik der Bundesregierung ausgelöst: «Wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.» Später wurde er konkreter: Probleme machten diejenigen Migranten, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten, sagte er.