Nach der Posse um einen selbst gemalten Zebrastreifen in Dresden soll ab sofort ein echter Zebrastreifen für mehr Sicherheit der Fußgänger sorgen. Die Stadt Dresden ließ sich den Übergang in der Glacisstraße rund 44.000 Euro kosten und kündigte noch weitere Übergänge an. «Jeder neue Zebrastreifen macht den Alltag vieler Menschen ein Stück sicherer. Wir bauen sie nicht zufällig, sondern dort, wo unsere Fußverkehrsstrategie und die Schulweganalysen den größten Bedarf zeigen», betonte Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne). Im Sommer 2025 hatten Unbekannte an der vielbefahrenen Straße in der Neustadt einen Zebrastreifen auf die Fahrbahn gemalt, um einen sicheren Zugang zum Heinrich-Schütz-Konservatorium zu ermöglichen. Die Stadt sperrte die Überquerung kurzerhand mit Warnbarken ab, weil sich die Farbe zunächst entfernen ließ. Für einen sicheren Weg über die Straße mussten Schulkinder und Anwohner weit laufen. Es handle sich bei falschen Zebrastreifen nicht nur um eine Sachbeschädigung, sondern auch um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, hatte die Stadt die Maßnahme damals begründet. Ferner stellten eigenmächtig angebrachte Verkehrszeichen eine Ordnungswidrigkeit nach Straßenverkehrsordnung dar. In der Bevölkerung sah man die verkehrstechnische Selbstjustiz entspannter. «Dass wir in diesem Jahr sieben neue Fußgängerüberwege fertigstellen und für 2027 bereits neun weitere geplant haben, ist deshalb ein wichtiger Schritt für einen sicheren Fußverkehr in ganz Dresden», erklärte Kühn. Im Fall der Glacisstraße sollen zwei zusätzliche Leuchten dafür sorgen, dass Fußgänger am Übergang auch bei Dunkelheit besser zu erkennen sind. Rillen- und Noppenplatten helfen Menschen mit Sehbehinderung, den Überweg zu finden. Auf dem gesamten Straßenabschnitt gilt nun Tempo 30. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWeite Laufwege für sichere Überquerung
Selbst gemalter Zebrastreifen gefährlicher Eingriff in Straßenverkehr
Dresden plant weitere Fußgängerüberwege