Sachsen nicht mehr im Rennen um Atommüll-Endlager
Sachsen ist nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll. Die bisher als möglicherweise geeignet eingestuften Standorte werden nicht weiter geprüft, wie die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine mitteilte. Auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Berlin und dem Saarland wird demnach nicht mehr nach einem Standort gesucht. Das letzte Wort für die Auswahl des Standortes hat aber der Bundestag. Bisher waren in Sachsen kleinere Teile der Kreise Bautzen, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und des Erzgebirges als besonders geeignete Gebiete ausgewiesen. Diese Flächen kategorisiert die BGE nun nach weiterer Prüfung als gut geeignet. Die weitere Suche für einen Endlagerstandort konzentriert sich auf Gebiete mit bester Eignung. Das sind deutschlandweit weniger als fünf Prozent der Landesfläche. Die BGE hat in diesem Jahr erstmals Flächen ausgewiesen, die zwar gut, aber nicht bestens geeignet sind und damit nicht mehr im Rennen sind. Für den größten Teil der Flächen in Sachsen stand zuvor fest, dass sie für ein Endlager entweder nur sehr gering oder gar nicht geeignet sind. Ende 2027 will die BGE Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen. Die Entscheidung über die infrage kommenden Regionen trifft schließlich der Bundestag. Als Zieldatum für die Entscheidung über ein Endlager ist derzeit 2050 angepeilt. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenTeile Sachsens gut, aber nicht bestens geeignet
Größter Teil Sachsens nicht oder wenig geeignet