Das länderübergreifende Abhörzentrum der Polizei soll nach langer Verzögerung im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des Linke-Politikers Rico Gebhardt hervor. Ab 2027 erfolge der «sukzessive Wirkbetrieb der einzelnen Trägerländer», hieß es wörtlich. An dem Zentrum mit Sitz in Leipzig beteiligen sich Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
IT-Problem und Personalmangel verzögern den Betrieb
Ursprünglich sollte das «Gemeinsamen Kompetenz- und Dienstleistungszentrums (GKDZ)» - so der offizielle Name - 2024 betriebsbereit sein. Doch IT-Probleme und Fachkräftemangel verzögerten den Betrieb. Das sächsische Innenministerium räumte schon vor einem knappen Jahr vor allem Schwierigkeiten bei der Programmierung des TKÜ-Systems sowie personelle Probleme bei der beauftragten Firma ein. TKÜ steht für Telekommunikationsüberwachung.