Die Präsidentin des Verbands der Familienunternehmer, Marie-Christine Ostermann, plädiert für eine Streichung der Erbschaftsteuer für Betriebe in den ostdeutschen Bundesländern. Unternehmen seien dort bis zum Fall der Mauer systematisch benachteiligt gewesen beim Aufbau von Eigenkapital, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe zur Begründung.
«Eine komplette Abschaffung in den ostdeutschen Ländern würde dort den Unternehmen, vom Familienunternehmen bis zum Handwerksbetrieb, die Möglichkeit zur Stärkung des Eigenkapitals enorm verbessern», so Ostermann.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nannte das einen «spannenden Vorschlag». «Wenn wir den Osten stark machen wollen, dann müssen wir ihm diese Chance geben», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das wäre eine echte Steuersenkung für Mittelstand und Handwerk in Ostdeutschland.
Den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), die Erbschaftsteuer zu regionalisieren, so dass jedes Bundesland seine eigenen Steuersätze festlegen könnte, sieht die Ostermann hingegen skeptisch.