Nach einem Vorfall in einem Leipziger Hotel stimmt der Stadtrat von Freiberg am Donnerstag über die Einleitung eines Abwahlverfahrens gegen Oberbürgermeister Philipp Preißler (Freie Wähler) ab. Preißler soll dort am 6. August randaliert und Teile des Interieurs aus dem Fenster geworfen haben. Als die Polizei eingriff, soll er zwei Beamte verletzt haben, wie es in einer Mitteilung zu dem Vorfall hieß. Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der Antrag stammt von den Freien Wählern. Sie führen an, Preißler habe nach seiner Vereidigung Anfang Juli den Kontakt zur Stadtverwaltung abgebrochen. Zudem habe das Landratsamt ein Dienstverbot gegen ihn verhängt. Für die Einleitung des Verfahrens braucht es eine Drei-Viertel-Mehrheit im Stadtrat. Eine Aussprache findet vor der Abstimmung nicht statt. Stimmt der Rat zu, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger Freibergs, ob Preißler sein Amt verlieren soll. Mindestens 50 Prozent der Stimmen wären nötig, um die Abwahl zu bestätigen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten