Der Bund will das NSU-Dokumentationszentrum «Offener Prozess» in Chemnitz auch im Jahr 2026 finanziell unterstützen. Wie das sächsische Sozialministerium mitteilte, stellt der Bund im kommenden Jahr 1,2 Millionen Euro für das Chemnitzer Zentrum sowie weitere dezentrale Erinnerungs- und Aufarbeitungsinitiativen bereit. Der Bundestag habe dies mit dem Haushaltsbeschluss für 2026 entschieden.
«Die Entscheidung des Bundestages ist ein großer Erfolg für die sächsische Zivilgesellschaft», sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Dem Projektteam sei «entgegen mancher Widrigkeiten ein bundesweit bislang einmaliger Erfolg» gelungen. Das Zentrum leiste in engem Kontakt mit Betroffenen des NSU-Komplexes wertvolle Bildungsarbeit, die gut angenommen werde und verstetigt werden solle. Köpping freue sich, dass diese Arbeit nun auch auf Bundesebene weiter unterstützt werde.