Sachsen will am Tag des offenen Denkmals am Sonntag seinen Reichtum an historischen Gebäuden zur Schau stellen. 689 Objekte im Freistaat sind auf der Liste der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als Besuchsort ausgewiesen. Darunter befinden sich bekannte Gemäuer, aber auch viele Gebäude, die sonst nicht jeden Tag zugänglich sind. Vielerorts werden Führungen angeboten. Die zentrale Veranstaltung für Sachsen findet im Goldenen Löwen in Hainichen statt. Allein im Landkreis Mittelsachsen können etwa 50 Objekte besichtigt werden. Das betrifft unter anderem die Alte Försterei Naundorf (Bobritzsch-Hilbersdorf), die Bachmühle im Harthaer Ortsteil Steina, die historische Erzwäsche in Halsbrücke, den Wasserturm in Freiberg und den Bahnhof im Peniger Ortsteil Amerika. Der Landkreis Mittelsachsen verbindet den Tag mit einer Würdigung von Menschen, die sich für den Denkmalschutz einsetzen. In Hainichen wird zudem der Kinder- und Jugenddenkmalpreis des Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung verliehen. Er würdigt das Engagement von Schülern, die am Projekt «PEGASUS - Schulen adoptieren Denkmale» teilnahmen. Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 statt und wird bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto «NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur». Damit richtet sich der Blick vor allem auf historische Orte, die Menschen miteinander verbunden oder das gesellschaftliche Leben geprägt haben. Dazu gehören beispielsweise Mühlen, Bergbauanlagen, Schulen, Verkehrswege oder andere technische Denkmale. «Gleichzeitig greift das Motto die Netzwerke der Menschen auf, die sich gemeinsam für den Denkmalschutz engagieren», teilte das Landratsamt Mittelsachsen mit. Bundesweit waren bereits im Vorfeld mehr als 6.500 Denkmäler für den Aktionstag angemeldet worden. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist es das größte Kulturevent bundesweit. «Ob als Erstbesucher oder Dauerfan, alleine oder mit der ganzen Familie, der Tag des offenen Denkmals bietet für alle interessierten Menschen gleichermaßen die Möglichkeit, sich mit der historischen Umgebung oder traditionellem Handwerk zu beschäftigen und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Berührungsängste sind hier fehl am Platz», erklärte Sarah Wiechers von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenZentrale Veranstaltung im Goldenen Löwen in Hainichen
Kinder- und Jugenddenkmalpreis wird verliehen
Historische Orte, die Menschen miteinander verbunden haben
Bundesweit mehr als 6.500 Denkmäler für Aktionstag angemeldet