Während der Elberadweg zu Beginn der Corona-Pandemie besonders stark genutzt wurde, sind die Nutzungszahlen an den Fahrradzählstellen in Sachsen-Anhalt nach der Pandemie teils deutlich zurückgegangen. An den drei Zählstellen im Land sank die Zahl der erfassten Radfahrer zwischen 15 und fast 19 Prozent, wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht. Ein Grund: In den vergangenen Jahren habe sich das touristische Radwegenetz in Deutschland und Europa erheblich erweitert, teilte Heike Grunow, Projektkoordinatorin Elberadweg beim Tourismusverband Sächsische Schweiz, mit.
«Radfahren boomt, aber die Masse verteilt sich in der Fläche», sagt Grunow. Parallel dazu habe sich der Fahrradmarkt mit Rennrädern, Gravelbikes und E-Bikes verändert. Je nach Radtyp variierten auch die Ansprüche an Strecke und Gelände. Diese Entwicklung zeige, dass Radfahrende erfahrener und spezialisierter geworden seien. «Viele kennen den Elberadweg oder einzelne Abschnitte bereits.»