Die Technischen Sammlungen Dresden werden in den kommenden drei Jahren mit einem Aufwand von gut 20 Millionen Euro saniert. Ab kommenden Montag bleibt das Museum für Gäste deshalb geschlossen, teilte die Stadt mit. Am Sonntag ist ein Abschiedsfest geplant. Teile der interaktiven Science-Center-Angebote sind ab Frühjahr 2027 in den Räumlichkeiten des Stadtmuseums im Landhaus zu sehen. Industriedenkmal wird umfassend saniert Mit der umfangreichen Sanierung soll das bedeutende Industriedenkmal langfristig erhalten und der Museumsbetrieb dauerhaft gesichert werden, hieß es. Nicht zuletzt will man auch die Energiekosten des Gebäudes senken. Für das Dach ist eine Photovoltaikanlage geplant. Der 48 Meter hohe Turm bekommt einen zweiten Fluchtweg. «Die Technischen Sammlungen verbinden Technik- und Kulturgeschichte mit Wissenschaftskommunikation auf einzigartige Weise. Sie begeistern mit ihrem Zusammenspiel aus Museum, Science Center und Bildungsort Menschen aller Generationen und machen Dresden als Wissenschafts- und Kulturstandort weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar», betonte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). Die Technischen Sammlungen sind das größte Museum der Stadt Dresden. Es bietet neben ständigen Ausstellungen zur Geschichte der Fotografie und des Films, des Computers und anderer Medientechnik regelmäßig Sonderausstellungen. Das Museum befindet sich im sogenannten Ernemann-Bau. Er gilt als Wahrzeichen von 100 Jahren Foto-Kino-Industrie in Dresden. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Angaben von Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne) hat der Bund eine Förderung von bis zu sechs Millionen Euro in Aussicht gestellt - für den Teil der energetischen Sanierung, die allein 13,8 Millionen Euro kosten soll.
Parallel zur Sanierung wird die Planung für den «Garten der Wissenschaften» fortgesetzt. Ab 2030 soll der Innenhof neu gestaltet werden. Museum ist über die Grenzen Dresdens hinaus bekannt
Nach dem Zweiten Weltkrieg machte der VEB Pentacon den Ernemann-Turm zum Markenzeichen der DDR-Kameraindustrie. Die Landeshauptstadt Dresden übernahm das Baudenkmal und brachte dort 1992 mit den Technischen Sammlungen ein Museum unter.