Die Richard-Wagner-Stätten in Graupa bei Dresden sind um ein pikantes Originaldokument aus der Familie des Komponisten reicher. 190 Jahre nach seiner Niederschrift kam ein Brief von Wagners Mutter Johanna Rosine Wagner in den Bestand der Sammlung. Er stammt vom 25. April 1836 und ist an Wagners Freund Theodor Apel gerichtet. Zur Übergabe wurde auch Wagners Urenkelin Dagny Beidler erwartet, sie sagte aber krankheitsbedingt ab. Der Brief kann bis Ende August 2026 im Lohengrinhaus besichtigt werden.
Wagner-Stätten in Graupa besitzen umfangreiche Sammlung
Bereits im vergangenen Jahr hatte das Museum zahlreiche Gegenstände und Dokumente aus dem Leben des Komponisten erhalten.
Denn die Wagner-Sammlung von Armin Trösch – Ehrenpräsident der Schweizerischen Wagner-Gesellschaft – kam nach Graupa. Sie umfasst mehr als 500 Artefakte und Bücher, darunter handschriftliche Briefe Wagners, den Erstdruck des Klavierauszugs der Oper «Rienzi» sowie zahlreiche Erstausgaben. Auch ein Reisekoffer, den Wagner vermutlich nach der gescheiterten Revolution 1849 auf der Flucht von Dresden in das Exil nach Zürich mitnahm, gehört dazu.
Die Richard-Wagner-Stätten Graupa gelten als weltweit älteste museal genutzte Wohnstätte des Komponisten. Im Schäferschen Gut, dem heutigen Lohengrinhaus, verbrachte er 1846 seinen Sommerurlaub und schuf die musikalischen Skizzen zu seiner Oper «Lohengrin». Museumsgäste erhalten hier einen Einblick in die Lebensweise der Menschen vor fast 180 Jahren. Im benachbarten Jagdschloss Graupa gibt es seit 2013 eine Dauerausstellung zu Wagner.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten