Weißkohl, Tomaten, Pilze, Äpfel und Birnen: Die Obst- und Gemüseabteilung im Chemnitzer Kunstmuseum Gunzenhauser ist gut bestückt. Für die Ausstellung «Feinkunsthalle» konnte Kuratorin Pauline Tigges aus einem großen Fundus von Stillleben schöpfen, hat unter anderem Arbeiten von Alexej von Jawlensky, Paula Modersohn-Becker, Karl Schmidt-Rottluff und Otto Dix ausgewählt. «Bei uns dreht sich dieses Jahr alles um das Thema Essen», erklärt Museumsleiterin Anja Richter. Vom 7. März bis 14. Juni ist nun der erste Teil der Ausstellungstrilogie «Mahlzeit» zu sehen.
Für die Präsentation der Kunst orientieren sich die Ausstellungsmacher an einem ganz alltäglichen Ort: dem Supermarkt. «Der Supermarkt ist für die meisten Menschen heute der zentrale Zugang zu Lebensmitteln», erläutert Kuratorin Tigges. Entsprechend sind auch die Kunstwerke in der Ausstellung angeordnet: Backwaren und Käse gibt es hier ebenso wie Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, aber auch Alkoholisches und Kaugummi am Ausgang. Bei den gezeigten Kunstwerken schöpfen die Ausstellungsmacher aus dem Fundus der Chemnitzer Kunstsammlungen, ergänzt durch einige Leihgaben - zusammen mehr als 60 Arbeiten.