Mit dem Film «Guten Abend, du Schöne» von Regisseurin Ina Borrmann beginnt am Montagabend das Dokumentarfilm-Festival DOK Leipzig. Bis zum Sonntag präsentieren die Veranstalter nach eigenen Angaben 30 Weltpremieren und 29 Debütfilme. Zudem werden bei der 69. Auflage vom 26. Oktober bis 1. November die Goldenen und Silbernen Tauben vergeben, die Preise für die besten Dokumentar- und Animationsfilme. Die neue Leiterin und gebürtige Polin Ola Staszel hatte angekündigt, einen Schwerpunkt auf Filme aus Mittel- und Osteuropa zu legen. Kennzeichnend für dieses Jahr sei, dass viele Werke ihre Protagonisten jahrelang begleiteten. Am Eröffnungsfilm «Guten Abend, du Schöne», der Frauen mit DDR-Vergangenheit porträtiert, hat Regisseurin Borrmann zehn Jahre gedreht, wie Staszel erläuterte. Die Filmemacherin Helena Třeštíková habe an «Bára - Diary of a Rockstar» gar 50 Jahre lang gearbeitet. Der Film zeigt das Leben der tschechischen Rocksängerin Bára Basikovás und wird ebenfalls in Leipzig präsentiert. Einige Filme wurden an Orten in Sachsen-Anhalt und Sachsen gedreht. Die 76 Minuten lange Vorführung «Kindesmutter» von Konrad Schlaich spielt zum Beispiel in Halle und erzählt von der 14 Jahre alten Leonie, die in die Drogenabhängigkeit zu rutschen droht. Der elfminütige Film «Ein Typ aus Kleinmachnow» von Leonard Volkmer wurde in Leipzig gedreht und ist eine «queere Ich-Erzählung zwischen Sehnsucht, Rausch und Reue», wie die Organisatoren in einer Mitteilung schreiben. Zudem seien einige Filmemacher aus der Region. Die Regisseurin Franka Sachse lebt laut Veranstalter in Thüringen und erzählt im achtminütigen Kinderfilm «Hund und Baum» die Freundschaft zwischen einer Hündin und einem Baum. Lucie Nichelmann aus Halle beschreibt für Kinder in «Camille und Chamäleon» die Abenteuer eines Mädchens im Dickicht des Waldes. Einen Teil der diesjährigen Filme gibt es unentgeltlich in der Osthalle des Hauptbahnhofes zu sehen, wie es auf der Webseite des Festivals heißt. Dazu zählen unter anderem der Eröffnungsfilm «Guten Abend, du Schöne» (Montag, 20.30 Uhr) und «Son of a Bitch» (Freitag, 19.30 Uhr), ein Animationsfilm über das Leben im brasilianischen Hinterland. Insgesamt umfasst das Programm laut Veranstalter mehr als 200 Filme aus 61 Ländern. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenDrehorte in Halle und Leipzig
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