Die Rheinländer haben den Karneval als 5. Jahreszeit – und die Sachsen (vor allem die in und um Dresden herum) haben die Kochsternstunden. In diesem Jahr geht der Wettbewerb zum 16. Mal die wohl geformten Figuren der Genießer (m/w/d) an, mit mehr teilnehmenden Restaurants denn je: 50 Adressen könnte man besuchen, wenn man das dann schafft. Denn die meisten der 50 Restaurants bieten ja drei oder vier Gänge an, um zu zeigen, was sie können. Denn darum geht’s vom 6. Februar bis 15. März 2026: Eindruck zu hinterlassen und möglichst gut bewertet zu werden – und das in diesem Jahr schon zum 16. Mal.
Das war ja auch von Anfang an die Idee der Kochsternstunden: besondere Genussmomente zu schaffen. Aber ebenso wichtig war und ist die zweite Grundidee, die Kochsternstunden-Erfinder Clemens Lutz damals hatte: den Gastronomen in der üblicherweise umsatzschwachen Zeit vom Jahresanfang bis Ostern ein wenig Gästeglück zu bescheren. Das klappt ganz gut: im vergangenen Jahr wurden in den damals 45 teilnehmenden Restaurants insgesamt 11.390 Menüs verkauft – das sind im Durchschnitt 253 Menüs pro Restaurant. Wobei das Stresa in Dresden mit 926 verkauften Menüs die Messlatte für viele Gäste (glückliche, wie die Bewertungen zeigten) extrem hoch gelegt hatte. Kein Wunder also, dass das Geschwisterpaar Sebastian Böhme und Josefine Persing-Böhme in diesem Jahr erstmals mit drei Restaurants am Wettbewerb teilnehmen: dem Stresa, der Lössnitztalschänke und dem Hirschsalon (in dem die Pressekonferenz zu den diesjährigen Kochsternstunden stattfand).