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Sachsen kassiert Rote Karte für klimaschädliche Dienstwagen

Sachsen kassiert Rote Karte für klimaschädliche Dienstwagen
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fährt laut DUH einen Diesel-Dienstwagen. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Beim Dienstwagen-Check landet Sachsens Regierung im hinteren Mittelfeld. Ausgerechnet der Wagen des Umweltministers zählt zu denen mit dem höchsten CO2-Ausstoß.

Sachsens Landesregierung ist einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge überwiegend mit klimaschädlichen Dienstwagen unterwegs. Mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 169 Gramm pro Kilometer erhält der Freistaat eine Rote Karte und landet im Vergleich der Bundesländer auf Platz zehn.

Nur einer der zwölf aufgeführten sächsischen Dienstwagen fährt ausschließlich elektrisch. Das Fahrzeug von Justizministerin Constanze Geiert (CDU) wird mit einem realen CO2-Ausstoß von 59 Gramm je Kilometer bewertet - und erhält als einziges eine Grüne Karte. Fünf Politikerinnen und Politiker nutzen Diesel, sechs Plug-in-Hybride.

Drei Dienstwagen an Negativ-Spitze

Auf die höchsten Kohlendioxid-Werte kommen die Dienstwagen von Kultusminister Conrad Clemens, Finanzminister Christian Piwarz und Kulturministerin Barbara Klepsch (alle CDU) - mit jeweils 197 Gramm CO2 pro Kilometer. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fährt laut der Auswertung einen Diesel-Dienstwagen mit einem Ausstoß von 167 Gramm pro Kilometer.

Der Plug-in-Hybrid von Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) kommt auf 182 Gramm und erhält ebenfalls Rot. Nach Angaben der DUH ist der Minister seit dem vergangenen Dienstwagen-Check von einem Elektroauto auf einen Plug-in-Hybrid umgestiegen. Diese Autos haben einen Benzin- oder Dieselmotor und einen Elektromotor.

Die DUH vergibt bis 93,6 Gramm CO2 je Kilometer Grün, bis 112,3 Gramm Gelb und darüber Rot. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor erhalten unabhängig vom errechneten Wert eine Rote Karte.

Tatsächliche Nutzung der Hybride offen

Die Zahlen sind nur bedingt mit anderen Statistiken vergleichbar. Bei Plug-in-Hybriden nimmt die DUH an, dass elf Prozent der Fahrten elektrisch und 89 Prozent mit dem Verbrennungsmotor zurückgelegt werden. Ob die sächsischen Dienstwagen tatsächlich so genutzt werden, ist offen.

Bei Elektroautos berücksichtigt die DUH die Emissionen der Stromerzeugung. Standen mehrere Dienstwagen zur Verfügung, wurde das Fahrzeug mit dem höchsten CO2-Ausstoß gewertet.

Berliner Flotte führend

Am besten schneiden in der Auswertung Berlin mit 99 Gramm, Baden-Württemberg mit 109 Gramm und Schleswig-Holstein mit 112 Gramm ab. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 181 Gramm, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 178 Gramm. Eine grüne Gesamtwertung erreicht keine Landesregierung.

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