Heidelbeeren, Torfmoose, Libellen, aber auch Schlangen und vielleicht sogar Birkhühner - Förster Johannes Riedel kommt ins Schwärmen, wenn er sich dieses Waldstück in ein paar Jahren vorstellt. Zu sehen ist davon noch nicht viel. Alte Fichtenstümpfe ragen aus dem Boden, vereinzelt stehen einige Kiefern. An einer Stelle sind Arbeiter dabei, einen Graben mit Spundwänden zu schließen. Hier bei Auerbach im Vogtland wird einem alten Moor zu neuem Leben verholfen.
Ein vitales Moor gab es an diesem Standort bis ins 19. Jahrhundert. Dann wurde das Areal mit Gräben durchzogen und trocken gelegt. «Die Menschen haben damals den Torf als Brennstoff abgebaut und als Material für den Gartenbau», erzählt Riedel, der den Forstbezirk Eibenstock leitet. Auch wollten sie das Gebiet effektiver für die Forstwirtschaft nutzen und haben es mit Fichten bepflanzt. «Man war damals bester Absicht.» Doch damit ging das wertvolle Biotop verloren.