Die Bahninitiative Chemnitz hat vor einer weiteren Kostenexplosion und massiven Abstrichen beim Ausbau der Strecke Leipzig-Chemnitz gewarnt. War zuletzt von rund 750 Millionen Euro für den 44 Kilometer langen Nordabschnitt Geithain-Leipzig die Rede, schätze die DB Infrago die Kosten nunmehr auf rund 1,3 Milliarden Euro, teilte die Initiative mit.
Daher werde befürchtet, dass die Planungen auf eine deutlich abgespeckte Variante hinauslaufen - etwa mit nur wenigen Ausweichstellen oder sogar ohne Elektrifizierung, heißt es. Beide Szenarien bedeuteten das Aus für eine leistungsfähige und resiliente Fernbahnverbindung zwischen Chemnitz und Leipzig.
«Nach langem Einsatz konnten wir gemeinsam mit unseren Partnern einen nahezu zweigleisigen Ausbau sowie die vollständige Elektrifizierung im Südabschnitt erreichen», erklärte der Sprecher der Bahninitiative, Sebastian Drechsler. «Für den Nordabschnitt war von Anfang an eine durchgehend zweigleisige und elektrifizierte Strecke geplant und zugesagt – dies wird unseren Informationen nach nun in Frage gestellt.»