Bei der künftigen Präsentation des Erbes des früheren DDR-Uranproduzenten Wismut müssen kleinere Brötchen gebacken werden. Entgegen früherer Pläne werde es am Standort im ostthüringischen Ronneburg etwa keinen Neubau geben können, sagte die Geschäftsführerin der zuständigen Tochtergesellschaft der Wismut, Julia Dünkel. Ein Architektenwettbewerb könne nicht finanziert werden. «Wir werden im Bestand bauen und das Vorhaben auch flächenmäßig eindampfen.»
Hintergrund ist, dass das vor 2021 von Sachsen, Thüringen und dem Bund in einem Verwaltungsabkommen festgezurrte Budget die ursprünglichen Pläne nicht mehr decken könne. Zwischenzeitliche enorme Steigerungen bei den erwarteten Baukosten nannte Dünkel als Grund für die Abstriche. Zuerst hatten Zeitungen der Funke Medien Thüringen berichtet. Ein Sprecher des Thüringer Infrastrukturministeriums machte deutlich, dass das Budget mit Blick auf den Landeshaushalt nicht erhöht werden könne: Das Konzept müsse so angepasst werden, dass die bisherige Summe ausreiche.