Nach der Einigung zur Rettung des insolventen Chemieunternehmens Domo in Leuna bleibt die Lage der ostdeutschen Chemieindustrie insgesamt angespannt. Branchenvertreter sehen trotz einzelner Hoffnungssignale weiterhin eine tiefgreifende strukturelle Krise.
«Wir kennen im Moment nur eine Richtung: Produktion, Umsatz und auch Beschäftigung gehen zurück», sagt die Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände, Nora Schmidt-Kesseler, in einem Hintergrundgespräch in Berlin. Die Branche stecke inzwischen im dritten Krisenjahr in Folge.