Nach einem Treffen mit Ryanair dringt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf deutlich niedrigere Flugabgaben in Deutschland. «Ryanair hat heute zu Recht ein wichtiges Thema angesprochen: Die überhöhten Fluggebühren sind längst ein gesamtdeutsches Problem», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur nach einem Gespräch mit der Fluggesellschaft und der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG).
Die jüngste Entlastung durch die Bundesregierung gehe nicht weit genug. «Die moderate Steuersenkung der Bundesregierung reicht bei weitem nicht aus. So können wir im internationalen Wettbewerb – und als Freistaat Sachsen insbesondere im Vergleich zu Prag - nicht bestehen», betonte Kretschmer. Die MFAG soll nun weitere Gespräche mit Ryanair führen. «Wir wollen Ryanair zurück nach Sachsen holen», sagte er.
Ein Sprecher der Airline sagte, das Gespräch sei konstruktiv gewesen, konkretes gebe es jedoch nicht. Das Kostenumfeld in Deutschland sei für Ryanair weiterhin «extrem unattraktiv». Man hoffe, dass hoheitliche Kosten - also staatlich bedingte Gebühren und Abgaben - perspektivisch gesenkt würden, um eine Rückkehr an sächsische Flughäfen möglich zu machen.