Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen sorgt sich um die Suchtberatung im Freistaat. Denn auf kommunaler Ebene würden sich Anzeichen für Einsparungen mehren, teilte die Liga in Dresden mit. «Im Jahr 2026 werden in Dresden die Kürzungen 20 Prozent erreicht haben. Das hat zur Folge, dass bis zu 530 Menschen mit Suchtproblemen unversorgt bleiben könnten», erklärte Karin Tenbusch, Leiterin der Dresdner Caritas-Suchtberatungsstelle.
Aktionstag zur Suchtberatung
Am Donnerstag will die Liga bei einem Aktionstag auf die Belange der Suchtberatung aufmerksam machen. Den Angaben zufolge existieren in Sachsen insgesamt 48 Suchtberatungs- und Behandlungsstellen. Allerdings gebe es große regionale Unterschiede.
Die Liga ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Dazu gehören der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt, der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen, der Caritasverband für die Diözese Görlitz, das Diakonische Werk Sachsen, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen und der Landesverband der jüdischen Gemeinden. Mit ihren Einrichtungen und Diensten tragen die Verbände einen großen Teil der sozialen Landschaft in Sachsen. Insgesamt sind hier rund 110.000 Menschen beschäftigt.
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