Suhls Volleyballerinnen holen auch den Supercup
Der Höhenflug der Suhler Volleyballerinnen hält auch nach dem XXL-Umbruch weiter an. Der VfB Suhl holte sich mit einem 3:0 (26:24, 29:27, 25:23) erstmals in der Vereinsgeschichte den Supercup und zeigte zugleich, dass der Doublesieg in der Vorsaison kein Zufall war. Nach der Neuauflage des Meisterschaftsfinals geht auch der erste Titel in dieser Spielzeit an die Thüringerinnen. «Es macht Spaß, mit der Mannschaft diesen Erfolg zu feiern und zu sehen, was wir jetzt schon können. Der 3:0-Erfolg war nur möglich, weil jeder alles reingegeben hat und wir mit voller Emotion drin waren», sagte VfB-Diagonalangreiferin Hannah Hartmann, die 14 Punkte zum Sieg beisteuerte und zur MVP gewählt worden war. Die 21-Jährige hatte den Dresdner Annahmeriegel mit ihren Aufschlägen durchweg vor Probleme gestellt. Zudem funktionierte jede personelle Änderung von Suhls Trainer László Hollósy. «Ich bin sehr stolz auf das Team, weil die Frauen heute gezeigt haben, dass wirklich nichts unmöglich ist, wenn man hart arbeitet. Auch wenn wir in schwierigen Situationen waren und wir Doppelwechsel vornahmen, konnte ich mich auf alle Spielerinnen verlassen. Es war eine großartige Mannschaftsleistung, besonders gegen Dresden.» Der Meisterschafts-Zweite aus der Vorsaison war eigentlich gut ins Spiel gekommen vor 2.000 Zuschauer in Coburg. Im ersten Satz führte der DSC mit 11:7, ehe Suhl ins Spiel fand. Doch auch die Thüringerinnen wackelten nach einem 22:18-Vorsprung und vergaben beim 24:22 zwei Satzbälle, ehe ein Ass den Ausschlag für Suhl gab. Auch im zweiten Durchgang erwischte Dresden den besseren Start und führte schnell 14:8. Doch Suhl kämpfte sich auf 17:18 heran, glich zum 21:21 aus und verwandelte den ersten Satzball zum 29:27. Für Dresden Coach Alexander Waibl war es der Knackpunkt. «Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir sind ganz gut reingekommen, aber hatten im ersten Satz fünf, sechs extrem knappe Situationen gegen uns. Im Endeffekt verlieren wir das Spiel im zweiten Satz. Wir sind relativ klar in Führung, haben dann aber Probleme, wenn die Annahme nicht da ist, etwas Produktives hinzubekommen», sagte Waibl und ergänzte: «Suhl hat wie immer sehr gut Block-Feld-Abwehr gespielt und das Momentum haben sie dann in den dritten Satz mit reingenommen.» Beide Teams mussten in der Sommerpause einen großen Umbruch vornehmen. Acht Spielerinnen verließen Dresden, sieben Suhl. Doch Roosa Laakkonen ist als Kapitänin und Mittelblockerin geblieben. Suhls Teammanager Jens Haferkorn nennt die Muster-Profispielerin «eine Maschine». Mit ihren 31 Jahren durfte sie dann zum krönenden Abschluss die Supercup-Trophäe in den Himmel strecken. Die Dresdnerinnen verpassten hingegen die Titelverteidigung und den dritten Supercup-Triumph überhaupt. Damit wären sie mit den Rekordsiegerinnen Allianz MTV Stuttgart und SSC Palmberg Schwerin gleichgezogen. Am Ende waren es nur Nuancen. «Wenn man auf den Spielstand guckt, ist ein 3:0 sehr klar - aber alle Sätze endeten mit nur zwei Punkten Unterschied. Man hat gesehen, dass die Abstimmung, auch zwischen Zuspiel und Angriff noch fehlt. Ich denke, das war ausschlaggebend», sagte DSC-Zuspielerin Sarah Straube. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenDresden startet besser - Suhl antwortet besser
Zweiter Satz Knackpunkt im Spiel
Umbruch in Suhl und Dresden