Leipziger Jazztage ziehen rund 5.900 Besucher an
Mit einem Programm für Kinder haben die Leipziger Jazztage am Sonntag ein Zukunftssignal gesetzt. Im Lichtspieltheater Connewitz hieß es am Nachmittag «Das Ohr guckt mit ...». Mit den 50. Jazztagen in der Messestadt habe man den Stellenwert des Festivals als feste Größe in der deutschen Jazzlandschaft bestätigt, stellten sich die Veranstalter selbst ein gutes Zeugnis aus. Beim Jubiläum boten die Jazztage an neun Tagen 29 Konzerte in 13 Spielstätten. Dabei traten auch deutsche Jazzlegenden auf die Bühne. Pianist Alexander von Schlippenbach (88) spielte mit dem Globe Unity Orchestra, der Posaunist Conny Bauer (83) war seinerzeit schon bei der Premiere der Leipziger Jazztage aufgetreten. «Zum 50. Jubiläum spannten die Leipziger Jazztage bewusst einen Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Jazz», hieß es. So sei das Festival seinem Anspruch gerecht geworden, Tradition und Gegenwart miteinander in Dialog zu bringen und zugleich Impulse für die Zukunft des Jazz zu setzen. In Zusammenarbeit mit dem Südtirol Jazzfestival präsentierte das Festival das Projekt «Loaness» von Laura Zöschg. «Aus Momenten der Stille entstanden Songs, die im Rahmen der "Euregio Jazzwerkstatt" mit jungen Musikern und Musikerinnen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino zu einem kollektiven musikalischen Ritual weiterentwickelt wurden», teilte das Festival mit. Laut Veranstalter reichte die Altersspanne der beteiligten Musikerinnen und Musiker von 16 bis 88 Jahren. Neu war in diesem Jahr ein «Audiowalk», der die Leipziger Jazzgeschichte an sechs Hörstationen erlebbar machte. Mit rund 5.900 Besuchenden und bei mehreren ausverkauften Konzerten erzielte das Festival eine Auslastung von fast 88 Prozent. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenDeutsche Jazzlegenden beim Jubiläum dabei
Festival wollte Tradition und Gegenwart in Dialog bringen
Projekt mit jungen Musikern aus Österreich und Italien
Konzerte zu fast 88 Prozent ausgelastet