30 Weltpremieren und 29 Debütfilme stehen beim diesjährigen Dokumentarfilm-Festival DOK Leipzig auf dem Programm. Vom 26. Oktober bis 1. November konkurrieren insgesamt 76 Filme in vier Wettbewerben um die Goldenen und Silbernen Tauben, die Preise für die besten Dokumentar- und Animationsfilme. Einen Schwerpunkt haben die Veranstalter um die neue Leiterin Ola Staszel auf Filme aus Mittel- und Osteuropa gelegt. Die gebürtige Polin sagte, dass das Festival mit seinen Werken dabei helfe, die «Brückenfunktion zwischen Ost und West» aufrechtzuerhalten. Viele Filme zeichnen sich Staszel zufolge dadurch aus, dass sie ihre Protagonisten lange begleiten. Am Eröffnungsfilm «Guten Abend, du Schöne», der Frauen mit DDR-Vergangenheit porträtiert, hat Regisseurin Ina Borrmanns zehn Jahre gedreht, wie Staszel erläuterte. Die Regisseurin Helena Třeštíková habe an «Bára - Diary of a Rockstar» gar 50 Jahre lang gearbeitet. Der Film zeigt das Leben der tschechischen Rocksängerin Bára Basikovás und wird ebenfalls in Leipzig präsentiert. Insgesamt umfasst das Programm mehr als 200 Filme, darunter Werke aus dem Gebiet Extended Reality. Der Etat für die 69. Auflage des Festivals liegt nach Angaben von Staszel bei 2,6 Millionen Euro. Ein Teil davon kommt aus öffentlicher Hand. So gehört das Land Sachsen zu den Geldgebern. In den nächsten beiden Jahren könnte es zu Kürzungen kommen. Der Haushaltsentwurf für 2027 und 2028 sehe Sparmaßnahmen für die Kultur vor, sagte Staszel. Und wenn diese durchkämen, «würde uns eine größere Summe für nächstes Jahr fehlen». Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenEin halbes Jahrhundert für einen Film