Zwei sächsische Kulturdenkmale haben eine Hürde auf dem Weg zum Unesco-Weltkulturerbe genommen. Die Schlosskapelle Torgau und die Papiermühle Niederzwönitz bekamen vom Welterbezentrum in Paris bestätigt, dass sie das Potenzial für den Titel haben, wie das Ministerium für Infrastruktur und Denkmalpflege in Dresden mitteilte. Die erfolgreich abgeschlossene Vorprüfung sei notwendig, um sich bewerben zu können. Die Torgauer Schlosskapelle in Nordsachsen sei ein bedeutendes Zeugnis der Reformation des Kirchenbaus und der Kirchenmusik. Sie wurde 1544 von Martin Luther persönlich eingeweiht - als einzige Kirche überhaupt. Die Papiermühle in Niederzwönitz im Erzgebirge sei Deutschlands älteste erhaltene Papiermühle. 1568 erstmals urkundlich erwähnt, sei sie bis heute funktionstüchtig. Die Papiermühle Niederzwönitz ist Teil einer gemeinsamen Bewerbung von fünf historischen Papiermühlen aus Tschechien, Polen, Spanien und Deutschland mit dem Titel «European Paper Mills» unter polnischer Federführung. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten