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Sparzwang bedroht Arbeit der Sächsischen Akademie der Künste

Sparzwang bedroht Arbeit der Sächsischen Akademie der Künste
Wolfgang Holler sieht die Arbeit der Sächsischen Akademie der Künste durch den Sparkurs gefährdet. (Archivbild) / Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Kaum Geld für Projekte, aber viele gesetzliche Aufgaben: Die Sächsische Akademie der Künste sieht ihre Arbeit durch den Sparkurs des Freistaats gefährdet und fordert mehr politische Unterstützung.

Die Sächsische Akademie der Künste sieht ihre Arbeit durch die angespannte Finanzlage zunehmend gefährdet. Akademiepräsident Wolfgang Holler warnt, dass die Einrichtung ihre gesetzlichen Aufgaben bei weiteren Kürzungen nicht mehr erfüllen könne. «Wir sind ja keine Privatveranstaltung, wir sind auch keine schmückende Zutat, sondern eine Institution. Sie ist zu wichtig, als dass man sie wissentlich ruinieren darf», sagte Holler in einem Interview mit der «Sächsischen Zeitung».

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Nur noch wenig Geld für Projekte

Im aktuellen Doppelhaushalt sei der Etat der Akademie auf 493.700 Euro gekürzt worden. Wegen steigender Kosten stünden für die eigentliche Programmarbeit in diesem Jahr nur noch 28.000 Euro zur Verfügung. Der Großteil des Budgets werde für Personal, Miete und Strom benötigt.

Sollte der Sparkurs fortgesetzt werden, könnten die Aufgaben der Akademie nicht mehr erfüllt werden, sagte Holler. Zu diesen gehörten unter anderem die Förderung der Künste, die Entwicklung von Zukunftsprojekten, die Beratung des Freistaats und die Mitwirkung an gesellschaftlichen Debatten. Auch Brücken zu mittel- und osteuropäischen Ländern zu schlagen, gehöre zum gesetzlichen Auftrag.

Mehr Einfluss auf Politik gefordert

Nach Hollers Einschätzung wird das Potenzial der Akademie bislang nicht ausreichend genutzt. Die Einrichtung vereine renommierte Künstlerinnen und Künstler sowie Wissenschaftler verschiedener Sparten und könne Politik und Gesellschaft fachlich beraten. «Vielleicht ist es vielen Amtsträgern nicht bewusst, dass sie mit uns ein Pfund haben, mit dem sie wuchern könnten», sagte er.

Trotz der finanziellen Engpässe wolle die Akademie an ihren zentralen Aufgaben festhalten. «Wir sind uns einig, dass wir auf eines nicht verzichten wollen und können: dass wir für die Freiheit der Künste eintreten», sagte Holler.

Akademie feiert 30-jähriges Bestehen

Die Sächsische Akademie der Künste wurde 1996 gegründet, um die Kunst zu fördern, Vorschläge zu ihrer Förderung zu erarbeiten und die Überlieferungen des traditionellen sächsischen Kulturraums zu pflegen. Der Einrichtung gehören nach eigenen Angaben derzeit 184 Mitglieder an. Seit 2021 steht der Kunsthistoriker Holler an ihrer Spitze. Anfang Juli feiert die Akademie ihr 30-jähriges Bestehen unter dem Motto «Wie wenig ist genug?».

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