Eltern in Sachsen müssen im Schnitt fast zwei Monate lang warten, bis ihr Antrag auf Elterngeld bearbeitet ist. Im ersten Halbjahr 2025 lag die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei 56 Tagen – 2020 waren es noch 43 Tage. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur beim Sozialministerium sowie allen kreisfreien Städten und Landkreisen.
Am längsten in Chemnitz, am kürzesten in Mittelsachsen
Besonders lange dauert es in Chemnitz: Dort mussten Eltern zuletzt im Schnitt 76 Tage warten, zwischen Januar und Juli dieses Jahres sogar 84 Tage. Auch in den Landkreisen Vogtland (68 Tage), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (61 Tage) sowie das Erzgebirge und Görlitz mit jeweils 60 Tagen ziehen sich die Verfahren über zwei Monate hin. Deutlich schneller geht es dagegen in Mittelsachsen mit durchschnittlich 36 Tagen, gefolgt von Nordsachsen mit 38 Tagen.
In den anderen Großstädten hat sich die Situation zuletzt etwas entspannt: Leipzig verzeichnete nach einem Höchststand von 63 Tagen im Jahr 2023 zuletzt 52 Tage. Das ist eine Verbesserung – und liegt inzwischen sogar leicht unter dem Landesdurchschnitt. In Dresden beträgt die Bearbeitungsdauer aktuell etwa 44 Tage, wie die Landeshauptstadt mitteilte.