Von Pantomime geht eine besondere Faszination aus –weder Groß noch Klein können sich ihr entziehen. Babys kommen im Grunde schon als kleine Pantomime-Künstler zur Welt. Solange sie nicht sprechen können, sind Eltern oft auf die Mimik der Kleinen angewiesen, um deren Wohlbefinden zu deuten. In ihrer künstlerischen Ausprägung ist die Pantomime eine universelle Kunst: Die wortlosen Sketche eines Mr. Bean versteht man weltweit.
Pantomime soll kein Ratespiel sein
«Die Pantomime ist keine Scharade. Wenn das Publikum sie nicht versteht, liegt der Fehler nicht beim Publikum, sondern beim Mimen. Das Publikum soll nicht nachher, sondern gleichzeitig verstehen, ich möchte fast sagen vorher», hat der französische Schauspieler Jean Soubeyran (1921-2000) einmal gesagt. Der Mime erfülle die Erwartungen des Publikums.
Auch das Internationale Pantomime Theater-Festival Dresden macht diese Erfahrung seit Jahrzehnten. 1982 wurde es – noch unter anderem Namen – von Ralf Herzog und Rainer Petrovski ins Leben gerufen. Ziel war es, die Vielfalt der Kunstgattung zu zeigen und Künstler aus dem In- und Ausland zu vernetzen. Ralf Herzog ist so etwas wie der oberste Pantomime Dresdens.