Faksimile-Betrug in Kamenz: 69-Jähriger überweist 4.000 Euro
Am Montagnachmittag ist in Kamenz ein 69-jähriger Mann Opfer von Faksimile-Betrügern geworden.
Vorgetäuschtes Kaufinteresse an Büchern
Die Täter hatten dem Rentner vorgespiegelt, jemand habe Interesse am Kauf seiner Bücher. Für den angeblichen Abschluss des Handels sollte eine Summe von 4.000 Euro gezahlt werden. Der Mann veranlasste daraufhin die Überweisung, zu einem Verkauf kam es jedoch nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Polizei beschreibt die Betrugsmasche
Bei Faksimile-Betrug handelt es sich um eine hochprofessionelle kriminelle Masche, die sich gezielt gegen ältere Menschen richtet, die früher teure Buchsammlungen, Lexika oder historische Nachdrucke gekauft hatten.
Sogenannte Medienberater oder Experten melden sich dabei telefonisch oder erscheinen unangekündigt an der Haustür. Häufig verfügen die Täter über kriminell beschaffte alte Kundendaten. Sie behaupten, die vorhandene Buchsammlung sei besonders wertvoll. Um den Wert zu steigern oder die Reihe zu vervollständigen, sollen die Betroffenen weitere angeblich streng limitierte Exemplare kaufen.
Den Opfern werden dabei minderwertige, industriell hergestellte Nachdrucke für fünf- bis sechsstellige Beträge angeboten. In manchen Fällen bringen die Betrüger Senioren sogar dazu, teure Kreditverträge zur Finanzierung der Bücher abzuschließen.
Vorsicht vor Vorauszahlungen
In anderen Fällen überzeugen die Täter Rentner von einem angeblichen Kaufinteresse. Für den Verkauf in sechsstelliger Höhe sei dann eine Vorauszahlung nötig, um die Transaktion abzuwickeln. In allen Fällen handelt es sich um Betrug. Die Täter treten oft seriös auf, nutzen gefälschte Ausweise oder tragen hochwertige Anzüge, um den Eindruck zu verstärken.
Polizei rät zur Vorsicht
Die Polizei warnt davor, kostspielige Haustürgeschäfte ohne Rücksprache mit Vertrauten abzuschließen. Je höher die geforderte Geldanlage oder das Gewinnversprechen, desto misstrauischer sollten Betroffene sein. Auch angebliche Dringlichkeit sei kein Grund, auf Vorauszahlungen einzugehen.
Wer Bekannte im Umfeld hat, die teure Buchsammlungen oder Lexika besitzen, sollte sie über die Betrugsmasche informieren. Betroffene sollten zudem bei einer möglichen Wahrnehmung eines Widerrufsrechts unterstützt werden. In Verdachtsfällen rät die Polizei, sich zu melden. (es)
Dieser Text basiert auf einer offiziellen Behörden-Information und wurde mit Hilfe von KI erstellt.