Am Dienstagmorgen warnt die Polizeidirektion Leipzig vor zwei derzeit gehäuft auftretenden Betrugsphänomenen, die einerseits die laufende Urlaubszeit und andererseits Verkäufer über Kleinanzeigenportale betreffen.
Betrug per Reisebuchung
Die Sommerferien zählen für viele Menschen zur wichtigsten Reisezeit des Jahres. Während einige ihre Reise lange im Voraus planen und buchen, entscheiden sich andere erst kurzfristig für ein Ziel. Diese Gelegenheit nutzen Betrüger, um Reisende bei Onlinebuchungen um ihr Geld zu bringen.
Vor wenigen Monaten bestätigte Booking.com, dass Unbefugte Zugriff auf Kundendaten im Zusammenhang mit Hotelbuchungen erlangt hatten. Betroffen waren unter anderem Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Buchungsnummer, Unterkunft, Reisezeitraum sowie Nachrichten zwischen Gästen und den jeweiligen Unterkünften.
Aktuell erhalten Kunden von Booking.com vermehrt Nachrichten, die den Eindruck erwecken, direkt von dem Portal zu stammen. Darin wird eine angebliche Verifizierung der Buchung für Hotels, Flüge, Campingplätze oder ähnliche Reiseleistungen verlangt. Genannt werden die gebuchte Unterkunft und der richtige Reisezeitraum, zudem enthalten die Nachrichten einen Link.
Nachricht wirkt täuschend echt
Wird der Link geöffnet, gelangen Nutzer auf eine Webseite, auf der das gebuchte Objekt mit Bildern und weiteren Buchungsinformationen dargestellt wird. Zusätzlich wird ein Geldbetrag angezeigt, der nicht zwingend dem tatsächlichen Reisepreis entspricht und teilweise auch niedriger ausfällt.
Anschließend sollen Betroffene ihre Zahlungsdaten unter dem Vorwand einer notwendigen Verifizierung eingeben. Tatsächlich werden dadurch jedoch Zahlungen ausgelöst, die nicht mit Booking.com oder der ursprünglichen Buchung in Zusammenhang stehen.
Bei einer genaueren Prüfung der Kontaktdaten wird deutlich, dass als Absender häufig ein beliebiger Personenname oder ein Fantasiename hinterlegt ist, teils mit einer ausländischen Rufnummer, etwa aus Indonesien. Zudem enthalten die Kontaktdaten oftmals die Bezeichnung »booking.com«, um eine offizielle Kontaktaufnahme vorzutäuschen.
Besonders während der laufenden Urlaubssaison ist diese Vorgehensweise perfide: Die Nachricht soll den Eindruck erwecken, dass die eigene Buchung gefährdet sein könnte und eine sofortige Verifizierung nötig ist, um den geplanten Urlaub antreten zu können.
In der Polizeidirektion Leipzig sind in diesem Zusammenhang nach bisherigen Erkenntnissen im Juni mindestens 12 Sachverhalte mit einem Gesamtschaden von etwa 4.000 Euro bekannt geworden.
Auch Kleinanzeigen im Fokus
Darüber hinaus ist seit einigen Monaten eine Zunahme von Betrugsfällen im Zusammenhang mit Verkäufen über das Portal (ebay) Kleinanzeigen festzustellen.
Die Betroffenen bieten Waren zum Verkauf an und werden anschließend von vermeintlichen Käufern kontaktiert. Diese täuschen vor, die Zahlung bereits eingeleitet zu haben, geben jedoch an, dass der vorgesehene Zahlungsweg aus bestimmten Gründen nicht funktioniere. Um die angebliche Zahlung abzuschließen, werden die Verkäufer aufgefordert, einen zugesandten Link – etwa aus einer E-Mail oder einem externen Chatverlauf – aufzurufen und auf der verlinkten Seite ihre Zahlungsdaten zu hinterlegen.
Tatsächlich führt die Eingabe der Daten jedoch zu unberechtigten Belastungen des hinterlegten Bankkontos oder der Kreditkarte. In der Polizeidirektion Leipzig wurden nach aktuellem Stand allein im Juni über 70 Fälle mit einem Gesamtschaden von über 64.000 Euro registriert.
Polizei gibt Verhaltenstipps
Die Polizei rät:
- Klicken Sie nicht auf externe Links
- Geben Sie keine sensiblen Daten per E-Mail raus
- Bleiben Sie immer auf der genutzten Plattform
- Nutzen Sie nur die offiziellen Bezahlfunktionen innerhalb der Plattform
- Bekommen Sie nach Ihrer Buchung eine Mitteilung, dass etwas nicht funktioniert habe, wenden Sie sich an den Kundenservice der Buchungsplattform oder telefonisch an die gebuchte Unterkunft.
Dieser Text basiert auf einer offiziellen Behörden-Information und wurde mit Hilfe von KI erstellt.