Viele Schulabgänger aus Sachsen bleiben zum Studium heimatnah. Allein an der TU Dresden hat jeder siebte Student sein Abitur in der Landeshauptstadt gemacht, wie eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ergab. Auch die anderen sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte sind stark vertreten, ebenso wie das südliche Brandenburg. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den anderen Universitäten. Die Universität Leipzig kann dabei auch in Teilen Sachsen-Anhalts punkten, die TU Chemnitz vor allem in Südwestsachsen.
Mit dem Studium in der Nähe ihres Elternhauses sind sächsische Schulabgänger nicht allein. Laut einer erstmals durchgeführten Auswertung des CHE hat sich knapp die Hälfte der Studierenden, die in Deutschland ihre Hochschulreife erworben haben, für eine Hochschule in weniger als 50 Kilometern Entfernung entschieden. Bei zwei Dritteln sind es laut Mitteilung von Donnerstag weniger als 100 Kilometer. Nur jeder Fünfte studiert in einer Entfernung vom Heimatort mit mehr als 200 Kilometern. Datenbasis sind Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Wintersemester 2022/2023.