Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hält Luftfilter im Klassenzimmer nicht für unbedingt notwendig - will den Einsatz mit Blick auf das neue Schuljahr aber prüfen. «Das Allheilmittel, wie es gern einige hätten, wird es nicht sein», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur und bremste damit zu hohe Erwartungen. Zudem warnte Piwarz vor Millionen-Investitionen, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnten. «Wir haben immer gesagt, dass einfaches Lüften wesentlich effektiver ist als der Einsatz dieser Geräte.»
Die Bundesregierung fördert seit kurzem auch mobile Luftfilter in Schulen - für schlecht belüftbare Räume. Dazu sollen den Ländern 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Bisher hat der Bund nur den Einbau fester Anlagen unterstützt. Auf Sachsen entfallen laut Piwarz rund zehn Millionen Euro an Bundesmitteln. Um sie abzurufen, muss das Land die gleiche Summe dazugeben. «Nun schauen wir, wo das Geld herkommt.» Derzeit würden mit dem Bund die genauen Modalitäten verhandelt - unter welchen Bedingungen der Einbau mobiler Anlagen gefördert werden kann.