Die wirtschaftlichen Unsicherheiten für viele Unternehmen bremsen den im Frühjahr üblichen Aufschwung am sächsischen Arbeitsmarkt. Im Bundesland waren im April rund 148.000 Menschen ohne Job. Das waren 2.000 weniger als im März - aber etwa 8.900 mehr als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz mitteilte.
Die Arbeitslosenquote sank leicht von 7,0 im März auf 6,9 Prozent. Sie liegt damit über dem Bundesschnitt von 6,3 Prozent. Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 36.000 auf 2,932 Millionen Menschen.
«Ich habe mir eine stärkere Frühjahresbelebung gewünscht», betonte der Chef der Regionaldirektion Klaus-Peter Hansen. «Tatsächlich gibt es nur kleine positive Effekte.» Für den Mai reche er mit einem weiteren - aber geringen - Rückgang der Arbeitslosigkeit. Als Gründe für den schwachen Aufschwung am Arbeitsmarkt nannte er wirtschaftliche Unsicherheiten und globale Risiken, die sich auf die hiesigen Unternehmen auswirkten.