Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Sachsen ist am Freitagmorgen nahezu lahmgelegt worden. Grund ist ein ganztägiger Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Nach Angaben der Gewerkschaft lief in den Großstädten Chemnitz, Dresden und Leipzig nichts mehr. Landesweit hätten sich bis zu 1000 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligt. «Wir sind sehr zufrieden, das Signal ist sicherlich angekommen, auch wenn es für viele eine Zumutung war», sagte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt.
Die Haltestellen in weiten Teilen Sachsens waren am Morgen verwaist. Nur vereinzelt warteten Pendler auf die wenigen noch fahrenden Buslinien. Dagegen hatte der Autoverkehr auf den Straßen in den Innenstädten deutlich zugenommen, auch Radfahrer waren im morgendlichen Berufsverkehr mehr unterwegs als üblich.
«Es fahren keine Straßenbahnen in Leipzig. Die Fahrzeuge sind gleich im Betriebshof geblieben», sagte ein Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe am Morgen auf Anfrage. Nur vereinzelt seien Busse von Subunternehmern unterwegs.