Rund 2500 Beschäftigte des Energieunternehmens Leag haben nach Angaben der Gewerkschaft IGBCE bei einem zweiten Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Mit dem achtstündigen Ausstand am Mittwoch will die Gewerkschaft vor der dritten Tarifrunde an diesem Freitag Bewegung in die festgefahrenen Gespräche mit dem Arbeitgeber bringen. Bisher habe die Leag, die zurzeit extrem hohe Gewinne einfahre, kein vernünftiges Angebot vorgelegt, welches die Vergütungen der Beschäftigten dauerhaft steigere, so die IGBCE.
Mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen waren Streikende aus Leag-Tagebauen, -Kraftwerken und -Verwaltungsstandorten zum Industriepark «Schwarze Pumpe» an der brandenburgisch-sächsischen Grenze gekommen. Vom Kraftwerk setzte sich der Demonstrationszug zu einer Kundgebung am Haupteingang des Industrieparks in Bewegung. IGBCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sprach mit Blick auf die Teilnehmerzahl von einem «eindrucksvollen Zeichen des Einsatzes und der Geschlossenheit». Einem ersten Warnstreik am 1. September hatten sich rund 2000 Beschäftigte angeschlossen.