Die Zahl der Beschäftigten mit ausländischem Pass hat sich in Sachsen binnen zehn Jahren vervierfacht. Waren es Mitte 2014 knapp 32.300 mit einem sozialversicherungspflichtigen Job, lag die Zahl zum Stichtag 30. Juni 2024 bei knapp 141.600, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Damit stieg ihr Anteil von 2,1 auf 8,6 Prozent. Abgänge am Arbeitsmarkt hätten durch Arbeitskräfte aus dem Ausland gebremst oder gar ausgeglichen werden können, so die Statistiker. Wegen des demografischen Wandels sei Sachsen auf weiteren Zuzug ausländischer Arbeitskräfte angewiesen, erklärte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.
Der Anteil ausländischer Arbeitnehmer liege nach wie vor deutlich unter dem Bundesschnitt, so die Chemnitzer Arbeitsmarktexperten: «Hier ist noch viel Luft nach oben.» Derzeit gingen jedes Jahr Tausende Menschen der Babyboomer-Generation in Rente, gleichzeitig gebe es angesichts der geburtenschwachen Jahrgänge nicht genügend jungen Menschen, um die frei werdenden Jobs zu besetzen. Laut Prognosen fehlten dem sächsischen Arbeitsmarkt bis 2030 deshalb 79.000 bis 139.000 Menschen. Daher brauche Sachsen Zuwanderung.