Mit einem Arbeitgeberangebot haben in Düsseldorf am Montag die Tarifverhandlungen der nordwestdeutschen und ostdeutschen Stahlindustrie begonnen. Die Arbeitgeber boten eine Entgelterhöhung von 3,1 Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten an. Die IG Metall wies dies als «völlig unzureichend» zurück. Sie fordert eine Erhöhung um 8,5 Prozent bei 12 Monaten Laufzeit.
Die hohe Inflation habe vielen Beschäftigten in den letzten eineinhalb Jahren ein großes Loch in den Geldbeutel gefressen und belaste die Menschen auch heute noch, erklärte die Gewerkschaft. Die Arbeitgeber teilten mit, dass angesichts einer erwarteten Inflation von unter drei Prozent die Forderung von 8,5 Prozent «völlig aus der Zeit gefallen» sei. Die erste Runde für die beiden Tarifbezirke fand gemeinsam in Düsseldorf statt.
Die Forderung der IG Metall nach einer 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wiesen die Arbeitgeber «kategorisch» zurück. Dies sei «weder organisierbar noch finanzierbar», so der Arbeitgeberverband Stahl.