Nach der geplanten Unterbrechung des monatelangen Arbeitskampfs der Beschäftigten des Schrott- und Recycling-Betriebs SRW in Rötha (Landkreis Leipzig) hat der Arbeitgeber nun angekündigt, diese aussperren zu wollen. «Wir haben die heutige Mitteilung der IG Metall zur Kenntnis genommen», teilte das Unternehmen am Freitagnachmittag mit. Die sofortige Eingliederung der bisher Streikenden in die mittlerweile komplett veränderten Betriebsabläufe sei «nicht objektiv möglich». Die IG Metall könne nicht ernsthaft glauben, dass bereits am Montag wieder alles normal laufen könne. Das Unternehmen habe die letzten sechs Monate unter völlig anderen Bedingungen gearbeitet.
Zunächst wolle das Unternehmen die Entscheidung nicht weiter kommentieren. «Wir weisen aber darauf hin, dass es sich offenbar nur um die Unterbrechung des Streiks handelt und nicht um dessen Beendigung», so ein Sprecher. Diese halte das Unternehmen nach wie vor für überfällig.
Kurz zuvor hatte die IG Metall angekündigt, ab Montag den seit November andauernden Arbeitskampf unterbrechen zu wollen. Mit der Unterbrechung und dem Angebot einer Moderation wollte die Gewerkschaft versuchen, «eine neue Gesprächsebene zu eröffnen».