Der Linke-Politiker Gregor Gysi will sich nach seinem Besuch der Streikenden des Schrott- und Recycling-Betriebs SRW metalfloat in Rötha (Landkreis Leipzig) für Verhandlungen mit dem Arbeitgeber einsetzen. Gysi werde sich an die chinesische Botschaft und an die Geschäftsführung des Mutterkonzerns in Hongkong wenden, teilte die sächsische Linke am Dienstag mit. «Gespräche sind das Mindeste. Ich werde mich dafür einsetzen, dass ihr wieder an den Verhandlungstisch kommt», versicherte Gysi den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei seinem Besuch am Montag.
Im Kampf um einen Tarifvertrag streiken Beschäftigte des Unternehmens seit mehr als 100 Tagen. Nach Angaben der IG Metall wurde durch die Muttergesellschaft Scholz Recycling GmbH dem örtlichen Geschäftsführer der SRW im August 2023 die Befugnis entzogen, Tarifverhandlungen zu führen. Seitdem würden Gesprächsangebote der Gewerkschaft ignoriert. Der Mutterkonzern wollte sich auf Anfragen nicht zu dem Tarifkonflikt äußern. Die Scholz Recycling gehört zur Chiho Environmental Group.