Warnstreiks im Personennahverkehr haben in Sachsens fünf größten Städten am Freitag nahezu flächendeckend für Ausfälle im Bus- und Straßenbahnverkehr gesorgt. Man rechne in Leipzig damit, dass sich bis zum Streikende mindestens 400 Beschäftigte beteiligen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Lou Hauser der Deutschen Presse-Agentur.
In Chemnitz lag die Streikbeteiligung am Freitagnachmittag nach Gewerkschaftsangaben bei rund 200 Beschäftigten. Auch in Dresden, Zwickau und Plauen hätten Straßenbahnen und Busse der Verkehrsbetriebe praktisch ausnahmslos stillgestanden. Einzige Ausnahme bildeten vereinzelte von Subunternehmen betriebene Linien, hieß es.
Im Rahmen eines erneuten bundesweiten Warnstreiks hatte die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsbetriebe in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen zum ganztägigen Ausstand aufgerufen. In Leipzig galt der Aufruf zunächst zusätzlich für Samstag, ist nun aber auf den Sonntag ausgeweitet worden. Demnach ende der Streik nun erst nach Dienstende der Nachtschicht am frühen Montagmorgen. Ziel sei zusätzlicher Druck auf die Arbeitgeber, insbesondere die Leipziger Verkehrsbetriebe, so Gewerkschaftssekretär Hauser.