Rund 15.500 der in Niedersachsen lebenden Ukrainerinnen und Ukrainer sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das geht aus einer Hochrechnung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit für November vergangenen Jahres hervor. Aktuellere Zahlen lagen kurz vor dem zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am Samstag noch nicht vor.
Die Zahl der ukrainischen Arbeitnehmer im Land wächst den Angaben zufolge: Im Juli 2023 waren noch knapp 1500 Ukrainer weniger in Niedersachsen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, im Januar vergangenen Jahres waren es noch etwa 4500 weniger.
Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 waren viele Menschen aus dem Land nach Deutschland geflüchtet. Hinzu kommen Ukrainer, die schon vorher in Deutschland gearbeitet haben.
Wie ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag sagte, waren zuletzt rund 111.600 Ukrainerinnen und Ukrainer im Ausländerzentralregister für Niedersachsen registriert. Der Großteil der Menschen sei in den ersten drei Monaten nach dem Angriff Russlands nach Deutschland gekommen. Von Oktober 2022 bis September 2023 seien die Zahlen dann relativ konstant geblieben. Seither gebe es wieder einen leichten Anstieg. Die Aufnahme von Ukraine-Geflüchteten ist deutschlandweit nach einem bestimmten Schlüssel geregelt, Niedersachsen hat mehr Menschen aufgenommen, als anteilig notwendig wäre.