Sachsens Arbeitsmarkt kommt nicht vom Fleck - und zum Jahreswechsel wird ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet. «Der Blick wird nicht heller», konstatiert der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen. Zum Jahresbeginn rechne er mit deutlich über 150.000 Arbeitslosen und einer Quote von mehr als 7 Prozent.
Denn die aktuellen Signale sind mau. So verzeichnen die Arbeitsagenturen kräftige Beschäftigungsrückgänge gerade im Verarbeitenden Gewerbe, aber auch im Bereich Zeitarbeit. Die könnten inzwischen nicht mehr von Zuwächsen in anderen Bereichen wie dem Sozial- und Gesundheitswesen kompensiert werden, erläutert Hansen. Die Beschäftigung insgesamt ist im Vergleich zum Vorjahr zuletzt um etwa 18.500 gesunken (Stand August).
Ein weiterer Indikator ist der Rückgang an offenen Stellen. Zuletzt waren den Arbeitsagenturen und Jobcentern rund 31.000 offene Stellen gemeldet. Das seien knapp 3.100 weniger als noch vor einem Jahr.