Für die anstehenden Sommermonate rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Sachsen. Dann ende für viele junge Menschen Schule und Ausbildung, so dass die Zahlen saisonüblich steigen werden, erklärte die Vizechefin der Regionaldirektion, Michaela Ungethüm, am Dienstag in Chemnitz. Und die Unternehmen seien derzeit zurückhaltender bei der Nachbesetzung oder Ausschreibung von Stellen. So seien zuletzt weniger freie Stellen gemeldet worden als noch vor einem Jahr. Das sei eine Folge der gedämpften Stimmung in der Wirtschaft, so die Expertin. Dennoch lägen aktuell rund 36.000 Stellenangebote vor.
Im Mai sank die Arbeitslosigkeit in Sachsen wie erwartet erneut, sie liegt aber nach wie vor höher als vor einem Jahr. Auch profitierten nicht alle Regionen gleichermaßen von dem Aufschwung. Die kräftigsten Rückgänge gab es in den Landkreisen Zwickau, Vogtland sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Dagegen verharrte die Arbeitslosigkeit in Dresden und Leipzig weitgehend, in Mittelsachsen war gar ein Anstieg von 1,3 Prozent zu beobachten.