Am Grund des Pazifiks, unter Kilometern von Wasser, wächst seit Millionen von Jahren ein unscheinbarer schwarzer Stein. Er wächst nur wenige Millimeter in einer Million Jahren und er zeichnet dabei kosmische Geschichte auf. Forschende vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben diese Geschichte jetzt gelesen.
Gemeinsam mit Kollegen aus Sydney und Canberra haben sie eine sogenannte Ferromangankruste aus der Tiefsee untersucht. Diese mineralischen Ablagerungen entstehen in mehreren Hundert bis mehreren Tausend Metern Wassertiefe. Sie wachsen millimeterweise über Millionen von Jahren, nehmen dabei Stoffe aus ihrer Umgebung auf und speichern sie. Dazu gehören auch winzige Mengen radioaktiver Isotope.
Isotope sind Varianten eines chemischen Elements, die sich in ihrer Masse unterscheiden. Für die Wissenschaft sind diese Atome wie ein Tagebuch kosmischer Ereignisse.