Die Jubiläumsausstellung zum 300-jährigen Bestehen von Herrnhut in Ostsachsen 2022 geht in angepasster Form in die USA. Sie ist unter dem Titel «Herrnhut in Saxony. Moravian Refuge, Global Network» vom 9. Mai bis zum 31. Juli im Deutschen Generalkonsulat in New York zu sehen, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am Freitag mitteilten. Die Ausstellung solle dazu beitragen, die Bewerbung Herrnhuts im Verbund mit weiteren Herrnhuter Siedlungen als UNESCO-Weltkulturerbe voran zu bringen.
Sie beleuchte innere und äußere Ordnung der Erneuerten Brüder-Unität, ihre spezifische Ökonomie und deren weltweite Verbreitung, hieß es. Thematische Schwerpunkte sind den Angaben nach die Beziehung der Brüder-Unität zu den USA und der Bezug Herrnhuts zur Friedensbewegung in der DDR. Die Eröffnung sei kultureller Höhepunkt der USA-Reise von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der auch die Herrnhuter Gemeinde in Bethlehem (Pennsylvania) besuchen wolle.
In der Ausstellung werde das religiöse Gemeinschaftsideal des Ortes und seine globale Ausstrahlung verdeutlicht, sagte der Pfarrer der Herrnhuter Brüdergemeine, Peter Vogt. «Im Zentrum steht das Zusammenleben der ursprünglichen Einwohnerschaft als Schwestern und Brüder in Christus und der Aufbau eines weltweiten Netzwerks von Siedlungen und Missionsstationen.» So hätten Herrnhuter Musik und Kunsthandwerk bis nach Nordamerika gewirkt - und Bilder der berühmten Skulptur «Schwerter zu Pflugscharen» zeigten, wie Impulse aus New York in Herrnhut ankamen.