Weiße Rosen, tausende Lichter und eine Menschenkette: Dresden setzte am 80. Jahrestag der Zerstörung der Stadt ein Zeichen für Versöhnung, Miteinander und Demokratie. In Reden wurde auch an die Vorgeschichte der Luftangriffe erinnert und zum Widerstand gegen den Missbrauch der Geschichte gemahnt. Das sächsische Parlament gedachte im Plenum aller Opfer des Zweiten Weltkrieges mit einer Schweigeminute, Prinz Edward Herzog von Kent verwies bei einer Veranstaltung mit Jugendlichen auf die gelungene Versöhnungsarbeit.
«Nicht vergessen sollten wir allerdings, dass die Nationalsozialisten das Inferno, das diese Stadt am 13. und 14. Februar erlebte, mit Worten und Taten selbst entfacht hatten», sagte Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU). Sie führten seit dem 1. September 1939 «einen apokalyptischen Vernichtungskrieg» mit Millionen von Toten. «Spätestens im Jahr 1945 kehrte dieser Krieg vollends dann nach Deutschland zurück.»
«#Dresden setzt am 80. Jahrestag der Bombardierung Dresdens ein klares Zeichen für #Frieden, #Demokratie & #Menschlichkeit», postete Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei X. «Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Demokratie jeden Tag aufs Neue zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass sich solch schreckliches Leid nie wiederholt.»