Vom Boden aufstehen, den Ball suchen, hinlaufen und Schuss! Was einfach klingt, ist für die siebenköpfige Roboter-Fußballmannschaft der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) Ergebnis monatelanger Tüftelei: «Ich weiß gar nicht, wie viele Stunden wir in letzter Zeit hier verbracht haben», erzählt Teammitglied Max Polter. Trainieren heißt bei ihm und seinem Team vor dem Computer zu sitzen. Ihr Ziel: Die Weltmeisterschaft gewinnen. Schon in der nächsten Woche hat das Team im französischen Bordeaux die Chance dazu.
«2018 waren wir schon einmal Weltmeister. Danach lag der Fluch des ewigen Zweiten auf uns. Zu gewinnen wäre also richtig geil», sagte Polter. Ab dem 5. Juli treffen er und sein aus zwölf weiteren menschlichen Köpfen bestehendes Team auf Gruppen aus der ganzen Welt - unter anderem aus der Schweiz, Irland, Australien, den USA und Italien. «Das ist so eine richtige Nerd-Veranstaltung wie man sie sich vorstellt», sagte Polter und schmunzelte.
Auch, weil viele neue Gesichter im Team seien, herrsche bei den Leipzigern ziemlich gute Stimmung, so der 31-Jährige. «Bei den Wettkämpfen ist immer richtig was los. Obwohl jeder gewinnen will, gehen wir alle freundschaftlich miteinander um.» Damit andere besser werden, veröffentlichten einzelne Teams sogar ihren Code, legen also Strategie und Meisterwerk offen.